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Türkische Linsensuppe und Grillplatte

Geschrieben von am 11. März 2009 | Abgelegt unter Restaurantbesuche

Sitze gerade im Cappadocia in Wiesbaden, einem erst kürzlich eröffneten türkischen Restaurant.

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Die mercimek corbasi, eine türkische Linsensuppe, war sehr erfrischend und lecker. Jetzt warte ich bei einem leckeren Cay auf meine Grillplatte

Update: Die Grillplatte ist da. Ebenfalls sehr lecker! Später mehr dazu…

So, nun noch ein paar Worte zur Grillplatte: Wunderbares Holzkohlegrill-Aroma, überwiegend im Kern noch saftig, teilweise aber dann doch etwas trocken geraten (Lammkotelett). Was ich mir gewünscht hätte, wäre ein frischer Joghurt-Dip oder eine Joghurtsauce – dafür war das Fladenbrot ausgesprochen lecker. Die Bedienung ist sehr nett und aufmerksam. Hier und da fällt allerdings schon auf, dass das Team noch nicht hundertprozentig eingespielt ist. Ich bin aber sicher, dass sich das noch ändern wird. Auf jeden Fall eine saubere und echte Küche, die schmeckt!

Ach ja, fast hätte ich den Salatteller vergessen (sehr lecker!):

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Da fällt mir gerade ein – vor ein paar Tagen war ich ja bereits schon einmal zum Essen im Cappadocia. Zum ersten Mal in meinem Leben bestellte ich mir eine Kuttelsuppe, ohne in dem Moment genau zu wissen, was das eigentlich ist. Ich hatte nur noch die grobe Erinnerung, dass es sich bei Kutteln um irgendeine Art von Innereien handelt. Egal, an dem Tag wollte ich es einfach mal drauf ankommen lassen. Also als Vorspeise diese Kuttelsuppe bestellt:

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Der Anblick war ein wenig gewöhnungsbedürftig. Auch der Geschmack… Sehr sauer und intensiv, die Fleischeinlage aber ungewöhnlich zart und lecker. Ich musste etwas nachsalzen und leicht pfeffern, vermutlich auch deshalb, weil mir der intensiv-saure Geschmack sehr ungewohnt vorkam.

Ein spätere Recherche ergab, dass es sich bei Kutteln um den in schmale Streifen geschnittenen Vormagen eines Wiederkäuers handelt. Die Kuttelsuppe ist auch unter "Flecksuppe" bekannt und keineswegs nur in der Türkei (dort eine Art Nationalgericht) verbreitet – auch im Süden Deutschlands, in Österreich oder in Polen kennt man sie. Die Zubereitungsarten ähneln sich, weisen aber doch deutliche Unterschiede auf. Bei der türkischen wird, wenn ich das richtig verstanden habe, selten mit Kräutern gewürzt, sondern ausschließlich mit Knoblauch und Essig, eventuell noch zum Finish etwas Paprikapulver. Ich habe auch den Eindruck, dass die Kutteln länger gekocht bzw. mariniert werden, dadurch vielleicht insgesamt saurer werden?! Das allerdings ist nur eine Vermutung, ich muss wohl noch die eine oder andere Kuttelsuppe probieren.

Beim Hauptgericht entschied ich mich für eine Lammfleisch-Pfanne. Toll abgeschmeckt, mit typischer Zitronennote, dazu gab es wieder das wunderbare Fladenbrot. Für die Zukunft würde ich mir wünschen, dass die Küche noch etwas mutiger würzt.

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Bis jetzt würde ich 4 bis 4,5 Chilis geben (Skala: 1=ungenießbar, …, 6=kreativ & Top-Qualität), Tendenz steigend!